Euro am Sonntag-Titel: Konto, Depot und Versicherung: Vorsicht, Gebhrenfallen! | Nachricht


von S. Gröneweg, S. Haberer und M. Reim, Euro am Sonntag

Sicher und kostengünstig – darauf legen Kunden vor allem Wert, wenn es um ihre Bankgeschäfte geht. Was viele vergessen: “Ein Bankberater ist ein Verkäufer. Darüber müssen sich die Kunden im Klaren sein”, sagt Max Herbst, Gründer der FMH-Finanzberatung. Die Niedrigzins-Ära schmälert die Gewinne der Banken. Die Digitalisierung der Bankprozesse kostet Geld. Der Weg aus der analogen in die digitale Bankenwelt gestaltet sich für viele In­stitute holprig und kostenintensiv.

Echte Renditekiller



Jede Einnahmemöglichkeit ist willkommen. Egal ob jemand eine Überweisung tätigt, fürs Alter vorsorgt oder eine Immobilienfinanzierung stemmt – die Geldhäuser versuchen, das Maximum aus einer Kundenbeziehung herauszuholen. Dazu nutzen sie zum Beispiel hohe Transaktionsprovisionen, komplexe Anlageprodukte und komplizierte Abrechnungssysteme. Beispiele dafür gibt es viele: So schlägt eine Überweisung auf Papier plötzlich mit einigen Euro zu Buche, der Dispozins liegt mal eben bei zehn Prozent, oder die Baufinanzierung kostet einige Tausend Euro mehr, als sie eigentlich müsste.

Eine jährliche Gebühr in Höhe von einem Prozent kann sich in einem gut bestückten Depot über die Jahre auf mehrere Tausend Euro summieren. Was auf den ersten Blick wie Peanuts aussieht, sind in Wahrheit oft echte Renditekiller. Das erschließt sich allerdings meist erst, wenn man genauer hinschaut – und rechnet. So wundert es nicht, dass ein Blick in die Preisverzeichnisse der Banken immer wieder zu Empörung bei Kunden und Verbraucherschützern führt.

Girokonto:



“Das kostenlose Konto war nie wirklich kostenlos, Banken haben ihre Geschäfte gemacht und quer subven­tioniert”, betont Dirk Schiereck, Professor an der Technischen Universität Darmstadt. Das versuchen die Geldhäuser immer noch. “Die Institute können die Negativzinsen der Europäischen Zentralbank nicht einfach weitergeben”, erklärt Oliver Mihm, Chef der Beratungsfirma Investors Marketing. Verlange eine Bank 0,1 oder 0,4 Prozent Minuszinsen, würden die Privatanleger schnell mit ihrem Vermögen flüchten, meint er.

Die Kosten wären wohl zu offensichtlich. Die Banken gehen das Ganze trickreicher an. Sie kreieren zum Beispiel verschiedene Kontomodelle. Ob Premiumkonto, Gehaltskonto, Komfortkonto oder Onlinekonto – die Vielfalt ist groß, die Unterschiede sind nicht gleich ersichtlich. Unter Umständen fällt die monatliche Grundgebühr weg. Der Kunde freut sich zunächst und merkt irgendwann, dass sich die Gebühren rund ums alltägliche Bankgeschäft trotzdem läppern (vergleiche die PDF-Tabellen unten).

Banken wollen in der Regel Kunden, die viel online erledigen. Wer das nicht macht, wird gern zur Kasse gebeten. “Sie verlangen häufig Entgelt für manuelle Bearbeitungen jeglicher Art, Ein- und Auszahlungen sowie Überweisungen und geplatzte Lastschriften”, erklärt Dirk Ulbricht, Direktor des Instituts für Finanzdienstleistungen in Hamburg. Da kann ein Kunde mächtig draufzahlen. Bei der Comdirect fallen zum Beispiel für eine Überweisung auf Papier 4,90 Euro an.

Ein- und Auszahlungen:



“Am besten überlegt man sich im Vorfeld, welche Leistungen man unbedingt benötigt und welche man besonders häufig nutzt. Egal ob jemand im Internet nach Bankprodukten schaut oder sich in der Filiale ums Eck erkundigt”, rät Fachmann Herbst. Wer zum Beispiel viel reist, nutzt vermutlich häufig eine Kreditkarte. Einzelne Direktbanken verlangen im Ausland keine Abhebe- oder Fremdwährungsgebühren bei der Kreditkarte, andere Institute stellen dafür hingegen satte fünf Euro in Rechnung. Wer sich einige Male im Ausland mit Bargeld eingedeckt hat, blickt am Ende erschrocken auf den Kontoauszug.

Das Thema Bargeldabheben entwickelt sich für viele Verbraucher zum Dauerärgernis. Rund 300 regionale Geldhäuser würden sogar dann Gebühren verlangen, wenn ihre Kunden am eigenen Automaten Geld abheben, gab das Finanzportal Biallo im Frühjahr nach einer Analyse bekannt. Wer sich ärgert, aber nicht gleich die Bank wechseln will, kann sich anderweitig helfen: Mittlerweile kann man bei vielen Supermärkten an der Kasse Geld abheben, und zwar ohne Gebühr. Voraussetzung ist in der Regel ein Mindesteinkauf in Höhe von 20 Euro.

Nicht nur Bargeldauszahlungen, selbst Einzahlungen sorgten schon für viel Unmut. Tragen etwa Kinder ihr Erspartes zur Bank, kassiert manches Ins­titut ab. 7,50 Euro veranschlagte eine Bank für eine Bareinzahlung von Münzgeld. Verbraucherschützer gingen dagegen vor. Nun muss der Bundesgerichtshof abschließend über das Entgelt entscheiden.

Bei fast zehn Prozent sollen die Dispozinsen deutscher Banken im Schnitt liegen. Diese Kostenfalle betrifft allerdings nur einen bestimmten Kundenkreis. “Erhebungen zufolge nutzen etwa 15 Prozent der Kunden regelmäßig ihren Dispo”, betont Max Herbst. Wer immer wieder ins Minus rutscht, sollte bei der Wahl des Girokontos auf niedrige Dispozinsen achten. Ein Hoffnungsschimmer für Kunden: Ab dem 31. Oktober dieses Jahres gilt eine neue EU-Regelung. Die Geldhäuser müssen Kunden einmal im Jahr darüber informieren, wie viel ihr Konto kostet.

Ratenkredit:



Befindet sich das Girokonto ständig im Minus, sollte der Kunde die hohen Dispozinsen besser sparen und einen Ratenkredit aufnehmen, das sagen jedenfalls viele Finanzexperten. Günstige Ratenkredite kosten derzeit etwa zwei bis vier Prozent.

Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten. Banken verkaufen mit Vorliebe zum Ratenkredit eine Versicherung, die einspringt, falls der Kunde die Raten nicht mehr zahlen kann, sei es wegen Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Tod. Ein lukratives Geschäft. “Bei Konsumkrediten werden häufig völlig überteuerte Restkreditversicherungen mit verkauft”, sagt Finanzexperte Ulbricht.
Die seien oft um ein Vielfaches teurer als am Markt erhältliche Produkte. So könnten für einen Kredit über 10.000 Euro zusätzlich zum Zins noch einmal rund 500 Euro Versicherungsprämie anfallen.

Mittlerweile gilt eine Beratungspflicht, das Widerrufsrecht wurde ausgeweitet. Kunden erhalten nach Abschluss ein Schreiben mit wichtigen Informationen, insbesondere auch mit den Kosten der Restschuldversicherung sowie dem Hinweis, dass der Abschluss freiwillig und nicht an den Kredit gekoppelt ist. Zinsexperte Herbst: “Man sollte die Versicherung ruhig widerrufen, den Kredit kriegt der Kunde trotzdem.”

Baufinanzierung:



Der Immobilienboom hat die Deutschen im Griff. Etwa 208,5 Milliarden Euro wurden 2017 zur Wohnungsbaufinanzierung neu ausgezahlt. Der größte Anteil entfiel auf die Sparkassen. Bankkunden sollten bei einer Baufinanzierung besondere Vorsicht walten lassen, selbst wenn die Zinsen derzeit günstig sind. Stiftung Warentest testete zahlreiche Banken. Die Beratungsqualität ließ mitunter zu wünschen übrig. Etliche Berater machten schon beim Aufbau der Finanzierung Fehler. Sie vergaßen Posten wie das Hausgeld oder setzten zu niedrige Lebenshaltungskosten an.

Auch bei den Zinsen gab es Unterschiede: Die günstigen Banken verlangten im Schnitt ein halbes Prozent weniger Zinsen pro Jahr als die teuren. Bei hohen Kreditsummen und langer Laufzeit summiert sich so ein Unterschied schnell auf 20.000 Euro und mehr. Auch Schätzkosten können einige Hundert Euro ausmachen – oder ganz entfallen. Wenn es um eine Anschlussfinanzierung geht, sollten Verbraucher ebenfalls vergleichen. “Wer nur auf das Angebot der bisherigen Bank zurückgreift, macht einen fatalen Fehler”, sagt Max Herbst. “Die Institute rechnen doch mit der Bequemlichkeit des Kunden.”

Depotgebühr:



Filialbanken verlangen häufig noch immer ein Prozent des Depotvolumens pro Jahr als Depotgebühr. Macht bei 50.000 Euro Depotvolumen 500 Euro. Klingt erst mal nicht nach viel. Doch nach zehn Jahren sind das – bei unverändertem Depotwert – schon 5.000 Euro, zehn Prozent des ursprünglichen Depotwerts. Unterstellt man jedoch eine jährliche Rendite des Depots von sechs Prozent, dann hat die Depotgebühr in zehn Jahren unterm Strich schon 8561,86 Euro gekostet. Und nach 20 Jahren sind es bereits mehr als 29.000 Euro Rendite, die verloren gingen, knapp 60 Prozent des ursprünglichen Depotvolumens.

Die meisten Onlinebroker verzichten auf die Depotgebühr. Andere knüpfen den Verzicht an leicht zu erfüllende Bedingungen. Etwa: zwei Transaktionen je Quartal, einmalige Ausführung eines Wertpapiersparplans je Quartal, Girokonto im Hause oder ein Mindestdepotvolumen von 10.000 Euro.

Ausgabeaufschlag:



Der Ausgabeaufschlag – auch Agio genannt – ist ein noch größerer Renditekiller als die Depotgebühr. Angenommen, die Depotbank verlangt beim Kauf von Aktienfonds bei der Fondsgesellschaft regulär fünf Prozent Ausgabeaufschlag und zudem ein Prozent Depotgebühr pro Jahr. Schichtet ein Fondsanleger nun einmal jährlich das Depot um, dann müssen die Fonds im Depot jährlich etwas mehr als sechs Prozent bringen, damit der Anleger unterm Strich bei plus/minus null rauskommt. Sechs Prozent Fondsrendite werden so zu null Prozent Depotperformance, und das Jahr für Jahr! Werden dagegen weder Depotgebühr noch Agio fällig, dann hat unser Beispieldepot mit 50.000 Euro Startkapital bei gleicher Fondsperformance (sechs Prozent) nach zehn Jahren schon einen Wert von 90.000 Euro.

Daher: Am besten auf Fonds mit 100 Prozent Rabatt aufs Agio setzen. Bei den meisten Onlinebrokern gibt es Hunderte von Fonds mit ermäßigtem oder komplett rabattiertem Agio. Einige Onlinebroker wie etwa DKB Deutsche Kreditbank, Netbank und Onvista Bank verlangen anstelle des Agios eine deutlich geringere fixe oder prozentuale Gebühr. Oder sie rechnen Fondskäufe immer wie normale Börsenorders ab, was ebenfalls deutlich billiger ist als der Kauf via Fondsgesellschaft mit regulärem Agio.

Tipp: Bietet ein Onlinebroker den gewünschten Fonds beim Kauf über die Fondsgesellschaft nicht mit Rabatt aufs Agio an, dann sollte man den Fonds an der Börse kaufen, sofern der Fonds dort gehandelt wird. Das ist grundsätzlich bei den meisten Onlinebrokern möglich. Der Vorteil: Die Kosten sind deutlich niedriger als das Agio. Der Nachteil: Je nach Marktlage schwankt der Börsenkurs eines Fondsanteils.

Eine weitere Kostenfalle sind Fix- oder Mindestgebühren bei kleinen Anlagebeträgen. Grundsätzlich ist es günstiger, Fonds über die Börse zu kaufen, als bei der Fondsgesellschaft den vollen Ausgabeaufschlag zu zahlen. Wird aber nur wenig Geld angelegt, kann die Börsenorder unverhältnismäßig teuer werden. Viele Banken erheben Mindestgebühren, die bei kleinen Anlagebeträgen überproportional zu Buche schlagen.
Angenommen, ein Institut verlangt Transaktionsgebühren in Höhe von einem Prozent des investierten Betrags, mindestens aber fünf Euro. Bei einem Fondskauf via Börse im Wert von 50 Euro werden bei diesem Gebührenmodell fünf Euro fällig, also zehn Prozent der Anlagesumme.
Anleger sollten in solchen Fällen darauf verzichten, Kleinstbeträge anzulegen und lieber seltener, dafür höhere Summen investieren. Diese Falle existiert auch bei Sparplänen, wo hohe Mindestkosten oder Sockelbeträge bei kleinen Sparraten für eine unangemessene Gebührenbelastung sorgen können.

Fondstranchen:



Auch bei Fonds ohne Agio sollte man wachsam sein: Fondsgesellschaften offerieren oft zwei Varianten desselben Fonds – eine mit und eine ohne Agio. Fondstranchen ohne Agio sind meist No-Load- oder Trading-Fonds, zu erkennen an speziellen Kürzeln im Fondsnamen. Bei Union Investment tragen diese Fonds oft den Zusatz “-net-“, bei der Deka das Kürzel “TF” und bei der DWS den Vermerk “Typ 0”.

Bei diesen Fondsvarianten wird Jahr für Jahr eine höhere Verwaltungsgebühr fällig als bei der klassischen Fondsvariante mit Agio. Und dies ist auf lange Sicht für Anleger noch unvorteilhafter als ein hohes Agio. Denn je länger solche Trading-Fonds im Depot liegen, desto teurer werden sie für ihre Besitzer. Sie sind für Leute gedacht, die Fonds relativ häufig umschichten. Für Anleger mit Buy-and-hold-Strategien oder lang laufenden Fondssparplänen eignen sie sich weniger.
Faustregel: No-Load-Fonds sind im Vergleich zur Variante mit vollem Agio nur dann günstiger, wenn sie nicht länger als maximal vier bis sechs Jahre im Depot liegen.

Wertpapier Teilausführung:



Bei Teilausführungen von Wertpapierkäufen, also wenn eine Order nicht an einem Stück ausgeführt werden kann, ist die Kostensituation von Broker zu Broker verschieden: Während bei ING-DiBa und Sparkassen-Broker Teil­ausführungen auf Xetra, bei Tradegate, deutschen Regionalbörsen und an der New York Stock Exchange immer kostenlos sind – bei S-Broker zudem auch an der London Stock Exchange -, ist dies bei den meisten anderen Anbietern nur bei taggleicher Ausführung der Fall.
Bei der Targobank müssen die Teil­ausführungen sogar generell tag- und kursgleich sein, damit keine Zusatzgebühren anfallen. Je nach Börse und Onlinebroker kann es sogar sein, dass jede Teilausführung wie eine normale Order abgerechnet wird. Was die Gebühren deutlich in die Höhe treibt. Hier sollte man insbesondere bei illiquiden Werten vorab prüfen, was die Gebührenregelungen bei Teilausführungen vorsehen.

Dividenden:



Auch beim Zufluss von Dividenden können Gebühren fällig werden. So erhebt der Onlinebroker Flatex beim Zufluss von Ausschüttungen ausländischer Aktiengesellschaften, die den Wert von 15 Euro übersteigen, eine Gebühr von 5,90 Euro je Dividendenzufluss. Das ist besonders für diejenigen Anleger ärgerlich, die auf US-Werte mit viermal jährlich ausgeschütteten Quartalsdividenden setzen.

Telefonorder:



Bei vielen Onlinebrokern ist das Ordern per Telefon zwar möglich, kostet aber zusätzlich. Lediglich fünf Anbieter, die eine Orderaufgabe per Sprachcomputer ermöglichen (Comdirect Bank, Consorsbank, Flatex, ING-DiBa und Targobank), bieten diesen Service ohne Zusatzkosten an. Die Orderaufgabe per Telefonbetreuer kostet dagegen immer zusätzliche Gebühren zwischen drei Euro und 14,95 Euro. Bei Degiro und der Targobank hängt die Höhe der Gebühr vom Ordervolumen ab: Degiro verlangt einen Aufschlag auf die normalen Gebühren von 10,00 Euro zuzüglich 0,1 Prozent des Ordervolumens, die Targobank zusätzlich zur normalen Onlineorder-Provision nochmals 0,25 Prozent des Ordervolumens.

Ratenzuschlag:



Auch bei Lebensversicherungen lauern Kostenfallen. Wie bei anderen Versicherungen auch kann man in vielen Fällen die Lebensversicherung von monatlicher auf jährliche Zahlung umstellen. Gesellschaften berechnen üblicherweise für die monatliche Zahlung einen sogenannten Ratenzuschlag. Ein Beispiel: Wer auf einen Monatsbeitrag von 100 Euro einen fünfprozentigen Aufschlag bezahlt, also fünf Euro, dem werden jährlich 60 Euro von der angesparten Summe abgezogen. So kommen in 30 Jahren bei einer Verzinsung von zwei Prozent 2500 Euro zusammen – Geld, das man sich sparen kann beziehungsweise bei Vertragsende mehr ausbezahlt bekommt.

Zusatzabsicherung:



Mehrere Hundert bis mehrere Tausend Euro Sparpotenzial steckt in unnötigem Zusatzschutz bei vielen Lebensversicherungen. Beispielsweise ist oft ein sogenannter Unfalltodesschutz verankert. Der besagt, dass die Begünstigten die doppelte vereinbarte Todessumme kassieren, wenn man infolge eines Unfalls stirbt. Diese Regelung kann man oftmals getrost streichen lassen. Die Beiträge fließen nicht in den Sparanteil der Versicherung. Streichen Kunden den Unfallschutz, zahlen sie weniger ein und können die frei werdenden Mittel in andere Anlageformen stecken.

Zusatzkosten bei Konten von bundesweiten Banken (pdf)
Zusatzkosten bei Konten von regionalen Banken (pdf)

Goldene Regeln

Bestimmen Sie selbst!

Komplizierte Produkte, verstecke Kosten und verkaufsorientierte Bankberater – damit sehen sich viele Kunden konfrontiert. Überlegen Sie selbst, welche Leistungen sie benötigen! Ob Zertifikate, Fonds oder Derivate – hierzulande gibt es Hunderttausende Finanzprodukte. Investieren Sie nur, wenn Sie das Produkt verstehen. Und lassen Sie sich nichts aufschwatzen, was Sie nicht benötigen.

Besser kontrollieren!

Erkundigen Sie sich, bevor Sie ein neues
Finanzprodukt nutzen. Schauen Sie sich
Produkte der Konkurrenz an. Vergleichen Sie
die Kosten. Im Internet gibt es verschiedene Plattformen mit Vergleichen. Scheuen Sie sich nicht, bei Ihrer Bank nach den Kosten zu fragen. Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig und schauen Sie, ob Kosten oder Gebühren zustande gekommen sind.

Geliehenes Geld ist teuer

Egal wie sehr die Kreditinstitute werben: Wer sich Geld leiht, muss dafür etwas bezahlen. Das bedeutet: Überziehen Sie Ihr Konto nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Kaufen Sie nur auf Pump, wenn absolut nötig. Und vergleichen Sie die Zinssätze für den Dispo, den Ratenkredit oder das Baudarlehen.

Nicht abwimmeln lassen

Sollte man sich gegen überhöhte Entgelte wehren oder besser direkt die Bank wechseln? Diese Frage stellen sich vermutlich viele Kunden. “Das hängt von der sonstigen Beziehung zur Bank ab”, sagt Dirk Ulbricht vom Ins­titut für Finanzdienstleistungen e. V. Liegt eine andere Bank in der Nähe oder ist man als Kunde nicht auf eine Filiale angewiesen, stellt der Wechsel sicher eine Option dar. Ansonsten sollte man mit der Bank das Gespräch suchen. Kunden können abgebuchte, unzulässige Entgelte noch bis zu drei Jahre zurückfordern. Notfalls können Sie auch einen Verbraucherschützer einschalten.

Keine Angst vorm Wechsel

Seit September 2016 müssen die alte und die neue Bank per Gesetz zusammen­arbeiten, wenn ein Kunde die Bank wechselt. Im Idealfall übernimmt das neue Geldhaus den größten Teil der Bürokratie und holt sich von der bisherigen Bank Daten. Inner­halb von zwölf Geschäfts­tagen sollte der Konto­wechsel eigentlich erledigt sein. Manche Finanzexperten raten allerdings zu etwas mehr Geduld. Man sollte das alte und das neue Konto einige Zeit parallel laufen lassen, falls es zu Problemen komme, so der Rat.

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Bildquellen: Joachim Wendler / Shutterstock.com, Marian Weyo / Shutterstock.com, Wara1982 / Shutterstock.com





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