Generali: DVAG wird Top-Vertriebskanal – VersicherungsJournal Deutschland


11.6.2019 – Die Reorganisation des Generali-Vertriebs schreitet voran. Künftig wird die DVAG exklusiv Produkte der Marke „Generali“ verkaufen, die Namen Aachenmünchener und Central werden vom Markt verschwinden. Die Leben-Bestände des Traditionsversicherers Aachenmünchener sollen aber nicht in den Run-off gehen, wie der Mutter-Konzern betont.

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Die Marke Generali werde künftig nur noch über die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) vertrieben. Diese Aussage machte David Stachon, der im Vorstand der Generali Deutschland AG für Digitalisierung und die unabhängigen Vertriebe verantwortlich ist, in einem Interview mit dem Branchendienst Fonds Professionell.

David Stachon (Bild: Generali)
David Stachon (Bild: Generali)

Mit dem Wechsel von rund 2.800 Vermittlern des Exklusivvertriebs der Generali (EVG) in die 2018 gegründete Allfinanz Aktiengesellschaft DVAG (Allfinanz AG) habe sich die Vertriebskraft weiter erhöht. Das hatte der Versicherer bereits bei der Präsentation seines Geschäftsberichts 2018 betont (VersicherungsJournal 20.5.2019).

Umbenennung

Bisher hatte der Frankfurter Finanzvertrieb die Produkte der Aachenmünchener Versicherungen und der Central Krankenversicherung AG vermittelt.

„In einem ersten Schritt wird die Aachenmünchener Versicherung in Kürze in Generali Deutschland Versicherung umbenannt. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen wir auch die Aachenmünchener Lebensversicherung sowie die Central Krankenversicherung nachziehen“, erklärte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Nachfrage der Redaktion.

Kein Run-off

2018 verzeichnete der Traditionsversicherer Aachenmünchener in Leben noch einen Marktanteil von 5,7 Prozent (VersicherungsJournal 29.4.2019). „Für die Kunden und Mitarbeiter dieser Gesellschaften ändert sich nichts. Alle drei Gesellschaften werden ihre Produkte weiterhin exklusiv über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) vertreiben“, so die Generali weiter.

Durch den Verkauf der Generali Lebensversicherung AG an die Viridium-Gruppe (VersicherungsJournal 10.4.2019) gab es Gerüchte im Markt, die die Generali-Tochter bereits online dementierte. „Die Bestände der Aachenmünchener Lebensversicherung, die dann später Generali Deutschland Lebensversicherung heißen wird, gehen keinesfalls in den ‚Run-off‘“, unterstrich der Mutter-Konzern gegenüber dem VersicherungsJournal.

Für das Maklergeschäft soll sich nichts ändern

Für die ungebundenen Vermittler bleibe ab dem 1. Juli, wenn die Dialog Versicherung das Maklergeschäft für den Kompositbereich der Generali übernimmt (VersicherungsJournal 25.10.2018, 11.4.2018), aber alles beim Alten. „Sie bekommen den gewohnten Service, die gewohnten Produkte und dieselben Courtagevereinbarungen“, zitiert Fonds Professionell den Vertriebsvorstand Stachon.

Der Vertrieb der Generali steht somit auf drei Säulen: Die Vermögensberater der DVAG vertreiben „exklusiv“ Produkte der Marke Generali. Versicherungsmakler verkaufen nur noch Policen der Marke Dialog. Das Onlinegeschäft liegt weiter in den Händen der Cosmosdirekt-Gruppe.

Hintergrund dafür ist das von Generali-Chef Giovanni Liverani ausgerufene ‚One Company‘-Modell, das Strukturen und Komplexität im Konzern reduzieren soll (VersicherungsJournal 28.9.2017).



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