Wer kommt für den Schaden auf?


Am 13. August brannte eine Wohnung in Wickede komplett aus. Nur etwas mehr als eine Woche später, am 22., gab es einen Küchenbrand in Derne. Auch im restlichen Stadtgebiet hat es in den vergangenen Tagen immer wieder gebrannt.

Für solche Fälle lohnt sich eine gute Versicherung. Elke Weidenbach, Versicherungsexpertin der Dortmunder Verbraucherzentrale, erklärt, wer den Schaden übernimmt und welche Versicherungen ratsam sind.

Welche Schäden übernimmt die Hausrat- , welche die Gebäudeversicherung in der Regel? Worauf sollte man achten?

Bei der Verbundenen (verbunden, da mehrere Gefahren versichert sind) Gebäudeversicherung besteht Versicherungsschutz, wenn durch folgendes ein Schaden erfolgt: Leitungswasser, Feuer, Sturm und Hagel. Versichert ist das Gebäude und die damit fest verbundenen Bestandteile sowie aufgeführte Nebengebäude.

Bei der verbundenen Hausratversicherung besteht Versicherungsschutz, wenn der Hausrat durch folgendes beschädigt wird oder abhandenkommt:

  • Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion
  • Einbruchdiebstahl – einschließlich versuchtem – und Vandalismus
  • Schäden durch Austritt von Leitungswasser
  • Sturm und Hagel

Im Falle eines Schadens, also auch im Fall eines Brandes sollte der Versicherer auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet haben und das möglichst bezüglich eines möglichst hohen Betrages.

Welche Zusatzversicherungen sind ratsam?

Neben der Gebäude- und Hausratversicherung oder jeweils integriert, kann und sollte in vielen Fällen eine Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden.

Dadurch werden Schäden durch weitere Naturereignisse versichert wie Überschwemmungen und Schneedruck. für Gebäude lohnt sich das fast immer, bei der Hausratversicherung kommt es auf die Lage der Wohnung an.

Wie sieht es mit der Haftpflichtversicherung aus, wenn jemand für den Brand verantwortlich ist, der nicht im Haushalt wohnt – wer zahlt dann?

Gebäude- und Hausratversicherung zahlen, fordern aber die Kosten vom Verursacher, der nicht im Haushalt wohnt, zurück. Dessen private Haftpflichtversicherung tritt dafür ein und das bis zur vereinbarten Versicherungssumme, wenn der Brand fahrlässig verursacht wurde.

Ist der Schaden höher, haftet der Brandverursacher für den überschießenden Betrag mit seinem Vermögen. Ist der Täter unversichert, haftet er mit seinem Vermögen. Bei vorsätzlich herbeigeführten Bränden tritt der Haftpflichtversicherer des Täters, der nicht im Haushalt wohnt, nicht ein.

Dieser haftet mit seinem Vermögen. Zündet ein Täter sein eigenes Hab und Gut vorsätzlich an, verweigert der Versicherer die Schadensregulierung.





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